Sandmann-Folge 251
Lappland (Sommer)/Kajak, 1983
Auf einer seiner vielen Reisen entdeckte der Sandmann auch das malerische Lappland, die große zusammenhängende Wildnis nördlich des Polarkreises, die sich über einen großen Teil der Staatsgebiete von Schweden, Norwegen und Finnland erstreckt. Die in der DDR weilende finnische Autorin Taina Repo schickte die beliebte Märchenfigur 1983 sommers wie winters in "ihren" Teil des stillen Wald-, Sumpf- und Flussgebietes.
Das außerhalb der Städte fast menschenleere finnische Lappland umfasst allein 100.000 qkm und wird bereits im Drehbuch eindrucksvoll charakterisiert: "Eine ruhige Abendstimmung liegt über der nordischen Landschaft, obwohl die Sonne noch ziemlich hoch am Himmel steht. Ins Bild kommt ein lappisches, kleines Sommerhaus, aus unbehauenen Baumstämmen gezimmert. Ein Fluss schlängelt sich mit seinem ruhigen Wasser durch kleine überhängende Felsen und leichte Erhebungen. Vereinzelt sieht man Bäume, Büsche und Steine in der Landschaft. Im Hintergrund erkennt man auf Felsen Rentiere."
Ausdrücklich beruft sich die Autorin in der Gestaltung der Szenerien auf den naiven lappischen Maler Andreas Alariesto (1900-1989), der mit seinen Bildern über das Verschwinden der Kultur seines Volkes erzählen wollte. Die redaktionellen Anmerkungen auf dem Story-Board indes zeugen von einem gewissen Unverständnis: "Das wirkt doch alles recht ärmlich .... hat auch so einen Anstrich von ‚Entwicklungshelfer'-Situation. Alles in allem ist das mehr eine Art Kulturfilm ..."