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Zementauto/ Silowagen

Sandmännchen am Zementauto

Foto: Gisela Krzywinski

Sandmann-Folge 80, Zementauto/Silowagen, 1968

Die Bevölkerung mit mehr und besserem Wohnraum zu versorgen, gehörte zu den erklärten Zielen der DDR-Oberen. Und dies nicht erst seit 1971, als mit einem gigantischen Wohnungsbauprogramm der immer noch herrschenden Wohnungsnot begegnet werden sollte. Um den Problemen der mangelnden Effektivität in der Bauwirtschaft zu begegnen, produzierte man bereits in den Sechzigern immer mehr in der "Großplattenbauweise", die allerdings beileibe keine Erfindung der DDR war! Dass durch diese einseitige Bevorzugung des Neubaus "ganz nebenbei" die Altbausubstanz in den Städten verrottete, erkannten die politisch Verantwortlichen zu spät. Durch industrielle Vorfertigung großer Teile des Gebäudekörpers im Fließbandsystem sollte die Rationalisierung auch in der Bauwirtschaft vorangetrieben werden. Wie wichtig dabei der Werkstoff Zement war, spürte auch sehr früh der Sandmann, der im Jahre 1968 beim Betonfacharbeiter Alfred und dessen Kindern Alf und Udo vorfuhr und dem Kollegen vom Bau jovial die Hände schüttelte. Er erschien dabei mit einem "Spezialauto, das einem Zementauto sehr ähnlich ist". Die wahre Funktion des Gefährts erkennen die Kinder vor dem Bildschirm allerdings erst am Schluss des Sendung - als der Traumsandstreuer mit verschmitzter Mine die obere Klappe des Silobehälters öffnet und den mystischen Sand entweichen lässt.