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Gute Nacht!

Das erste Sandmännchen des SFB

Das erste Sandmännchen des SFB

Wir schreiben das Jahr 1959. Die Leiterin des SFB-Kinderfernsehens, Ilse Obrig, hat einen Plan. Schon seit geraumer Zeit verfolgt sie die neuen Abendgruß-Sendungen des Ostberliner Deutschen Fernsehfunks. Sie selbst hatte bereits kurz nach dem Krieg im Berliner Rundfunk ein Abendlied geschaffen und war damit zur „Mutter“ aller medialen Gute-Nacht-Grüße in Deutschland geworden.
Nun möchte auch sie für das Kinderfernsehen etwas Ähnliches ins Leben rufen. Anders als drüben im Osten, nicht so politisch und modern, eher märchenhaft, mystisch, erdverbunden... Die Idee vom „Sandmännchen“ war geboren.

Am 6. Mai 1959 erhält Dr. Obrig die Genehmigung zur Produktion. Ihre enge Mitarbeiterin Johanna Schüppel gestaltet ein einfaches Handpüppchen, und im Sommer werden die ersten Folgen produziert. Doch erst zur Vorweihnachtszeit, ab 1. Dezember, soll auf Sendung gegangen werden. Wovon die Verantwortlichen aus dem Osten erfahren und daraufhin hektisch eine eigene Sandmännchen-Sendung kreieren. Sie soll indes berühmter und langlebiger werden, als die Westberliner Schöpfung, die keine drei Jahre alt werden wird.