Am 4. September 1982 startete „Unser Sandmännchen“ des DDR-Fernsehens mit einer reizvollen Flachfiguren-Trickserie, die in der grafischen Gestaltung ganz offensichtlich Kinderzeichnungen zum Vorbild hatte: „Selbstgemaltes“.
In ca. 30 Episoden wurden allerlei Erlebnisse aus dem Alltag von Kindern und phantasievolle Geschichten erzählt, aber auch politische Anlässe thematisiert.
Am ersten Tag wurde die kleine Katja vorgestellt, die zwar noch nicht zur Schule geht, aber sich doch schon eine Schultüte wünscht. Sie stellt sich vor, was alles drin sein könnte – allerlei süße Sachen, ein Schokoladenkosmonaut, ein Ball, Bonbons. Kopfzerbrechen bereitet ihr, wohin die leere Schultüte später gelangt. In den Keller, in den Ofen, in den Müll? Viel besser wäre es doch, sie umgekehrt ins Fensterbrett zu stellen oder als Flüstertüte beim Rollerrennen zu benutzen?
Aufgeschrieben hatte die Geschichten die bekannte Kinderbuch-Autorin Susanne Dancker, Regie führten zumeist Adalbert Heinze oder Ingrid Wille, die auch die meisten Grafiken schuf. Als weiterer Zeichner war für die Serie Konrad Mäthner zuständig.